Ratgeber

Wie behält man die Pflegetermine eines Pferdes im Blick?

Vom BarnMate-Team · Aktualisiert im September 2026

Pferdepflege wiederholt sich in festen Abständen, sie besteht nicht aus einzelnen Terminen: Beschlag alle 6 bis 8 Wochen, Zahnarzt einmal im Jahr, Auffrischungsimpfungen und Wurmkuren nach dem Protokoll der Tierärztin. Der richtige Ansatz ist deshalb nicht, Termine einzeln einzutragen, sondern das Datum der letzten Maßnahme und ihr Intervall festzuhalten und den nächsten Termin berechnen zu lassen. Genau das macht das Pflegebuch von BarnMate: Den letzten Beschlag einmal eintragen, der nächste Termin rechnet sich bei jedem Schmiedbesuch neu — und die Erinnerung kommt rechtzeitig, bei der Besitzerin wie bei der Reitbeteiligung.

Die üblichen Intervalle, als Anhaltspunkt

Das sind die Größenordnungen, die in der Praxis am häufigsten vorkommen. Sie ersetzen nicht den Rat Ihrer Tierärztin, die das Protokoll nach Pferd, Alter, Arbeit und Haltung festlegt.

Beschlag oder Barhufpflege — etwa alle 6 bis 8 Wochen, je nach Hornwachstum und Jahreszeit.
Influenza-Impfung — jährliche Auffrischung, mit strengeren Vorgaben für Turnierpferde (nach FN-Regeln oft halbjährlich).
Tetanus-Impfung — Auffrischung meist alle 2 bis 3 Jahre, häufig gemeinsam mit Influenza.
Wurmkur — 2- bis 4-mal im Jahr, idealerweise über eine Kotprobe gesteuert statt schematisch.
Pferdezahnarzt — einmal jährlich beim erwachsenen Pferd, bei jungen und alten oft zweimal.
Osteopathie oder Physiotherapie — ein- bis zweimal im Jahr, häufiger beim Wiedereinstieg in die Arbeit oder bei bekanntem Problem.

Schwierig ist nicht, diese Intervalle zu kennen. Schwierig ist, sich an das Datum des letzten Mals zu erinnern. Genau dieses Datum geht verloren.

Was notiert gehört — und was nicht

Ein zu schweres Pflegebuch wird nie geführt. In der Praxis reichen vier Angaben pro Maßnahme.

  1. 01Das Datum — daraus ergibt sich alles Weitere.
  2. 02Wer da war — Name von Hufschmied, Tierärztin oder Zahnarzt. Ein Jahr später Gold wert, wenn man wieder anrufen muss.
  3. 03Was gemacht wurde — Vierbeschlag, nur vorn, welches Wurmmittel, welche Auffrischung.
  4. 04Eine Beobachtung, falls es eine gibt — eine sich verändernde Stellung, ein beobachteter Zahn, eine Impfreaktion.

Nicht nötig: Rechnungen abtippen, ein Tagesjournal führen, jeden Huf fotografieren. Das Pflegebuch muss schneller auszufüllen sein als eine Nachricht.

Getrennt aufbewahren, im Pferdeprofil statt im Pflegebuch: Equidenpass, Kennzeichnungsfotos und Kontakte (Tierarzt, Hufschmied, Zahnarzt, Versicherung). Das sind die Angaben, die man im Notfall sucht, nicht im Alltag.

Das Pflegebuch mit der Reitbeteiligung teilen

Wird ein Pferd geteilt, bekommt das Pflegebuch zwei Verfasserinnen — und genau da wird es unübersichtlich: Der Hufschmied kommt oft an einem Tag, an dem die Reitbeteiligung im Stall ist, und die Besitzerin erfährt es abends per Nachricht — oder gar nicht.

Zwei einfache Regeln reichen.

Wer da ist, trägt ein

Egal wer. Kann die anwesende Person das Datum in zehn Sekunden vom Handy aus eintragen, überlebt die Information. Muss sie erst jemandem Bescheid geben, der es später einträgt, überlebt sie nicht.

Beide sehen dieselben Termine

Die Erinnerung zum Beschlag sollte bei beiden ankommen. Entschieden wird von der Besitzerin, aber die Reiterin muss vorausschauen können: Sie bemerkt zwischen zwei Terminen die Lahmheit oder das lockere Eisen.

In BarnMate wird das Pflegebuch über denselben Mechanismus geteilt wie der Plan: Die Besitzerin lädt per Code oder QR ein, beide sehen live dasselbe. Der Ratgeber zur Reitbeteiligung beschreibt die Einrichtung.

Erinnerungen, die zum richtigen Zeitpunkt kommen

Eine Erinnerung am Fälligkeitstag nützt nichts: Einen Schmiedtermin bekommt man nicht am selben Morgen. Der Sinn eines berechneten Termins ist, dass er früh genug kommt, um anzurufen und einen Termin zu vereinbaren.

BarnMate berechnet den Termin aus der letzten Maßnahme und dem hinterlegten Intervall und meldet sich vorab. Jede neu eingetragene Maßnahme verschiebt die nächste automatisch — es gibt also nie eine wiederkehrende Erinnerung, die man von Hand korrigieren muss, wenn der Hufschmied eine Woche später kommt.

Das iOS-Widget „Heute“ zeigt das Anstehende auf dem Homescreen, und Termine lassen sich in den iOS-Kalender exportieren.

FAQ

Wie oft muss ein Pferd beschlagen werden?

In der Regel alle 6 bis 8 Wochen, je nach Hornwachstum, Jahreszeit und Arbeit. Den Rhythmus gibt der Hufschmied vor. Fürs Nachhalten zählt vor allem das Datum des letzten Termins: Damit lässt sich der nächste berechnen, statt ihn erinnern zu müssen.

Kann eine App den Impfpass ersetzen?

Nein, nicht im rechtlichen Sinn: Das amtliche Dokument ist der Equidenpass, und die Impfungen trägt die Tierärztin dort ein. Eine App ist dazu da, den Termin nicht zu verpassen und die Historie griffbereit zu haben — nicht dazu, das Dokument zu ersetzen.

Wie vergisst man die Wurmkur nicht?

Indem man sie als wiederkehrenden Termin führt statt als einmalige Aufgabe. Der Rhythmus richtet sich nach dem Protokoll der Tierärztin — zunehmend über Kotproben gesteuert statt nach festem Kalender. In beiden Fällen zählt: Datum der letzten Gabe und verwendetes Mittel.

Kann die Reitbeteiligung selbst Pflegeeinträge machen?

Ja, und das ist der entscheidende Punkt: Wer beim Besuch von Schmied oder Tierärztin da ist, trägt das Datum ein, und die Besitzerin sieht es sofort. Sonst läuft die Information über eine Nachricht und geht irgendwann verloren.

Wo werden die Gesundheitsdaten des Pferdes gespeichert?

In BarnMate auf dem Gerät und im privaten iCloud-Konto der Nutzerin (Apple CloudKit). Die App betreibt keinen Server und sammelt nichts. Siehe Datenschutzerklärung.

Ausprobieren

Das Pflegebuch, das von selbst erinnert.

Beschlag, Wurmkur, Impfungen, Zahnarzt, Osteopathie: Die Termine rechnen sich, die Erinnerungen kommen, und Besitzerin und Reitbeteiligung sehen dasselbe.